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FIFA 17

Ungeteiltes Lob der Fachwelt nicht drin

EA SPORTS kann einen Stupser vertragen. „FIFA 17“, die am 27. September 2016 erschienene 24. Auflage der Reihe, hat sich allein in Deutschland innerhalb weniger Tage mehr als eine Million Mal verkauft. Auch wenn die Frostbite-Engine nicht anders als der Storymodus „The Journey“ allgemein begrüßt wird, erheben sich doch immer wieder kritische Stimmen, die da und dort Verbesserungspotenzial sehen.

Positive Veränderungen | Mit „The Journey“ die Höhen und Tiefen eines Nachwuchsstars erleben

Seit über zwei Jahrzehnten erfreut sich die FIFA-Reihe großer Beliebtheit. In jüngster Vergangenheit hat namentlich der eSport nicht zuletzt dank ansehnlicher Preisgelder einen gewaltigen Aufschwung erlebt. So winken dem Sieger bei der Virtuellen Bundesliga 25.000 Euro, beim FIFA Interactive World Cup gar 200.000 US-Dollar. Events wie diese bieten gleichzeitig auch die Möglichkeit, Fußball-Wetten bei Anbietern wie bet365 online abzuschließen. Insofern sind auch Nicht-Gamer gut beraten, sich über die einzelnen Spieler auf dem Laufenden zu halten.

„FIFA 17“ geht aber einen Schritt weiter. Der Storymodus „The Journey“ erlaubt dem Nutzer, in die Rolle des Nachwuchstalents Alex Hunter zu schlüpfen und die Höhen und Tiefen der Fußballwelt aus der Perspektive eines Insiders kennenzulernen. Um dem Youngster den Aufstieg in die Premier League zu ermöglichen, sind Trainingseinheiten und Testspiele unerlässlich. Unweigerlich verbessern sich dadurch auch die Fähigkeiten der Nutzer als FIFA-Spieler.

Die Geschichte ist zwar etwas seicht, aber durch und durch schlüssig. Sogar die Rollenspiel- Experten von BioWare waren bei Dialog und Story-Aufbau mit von der Partie. Mit „FIFA 17“ bekommt der Nutzer ein Gefühl dafür, was es heißt, den hohen Ansprüchen des Trainers zu genügen, auf der Ersatzbank zu schmoren und über die Schmach der Niederlage und die Häme der Fans ohne Blessuren hinwegzukommen.

Dank Frostbite-Engine spürbar bessere Bilder

Auch wenn die bewährte Fox-Engine des Erzrivalen Konami nach wie vor mit realistischeren Körpern, Gesichtern und BewegungsabläufenTrueGamer.de_FIFA 17_3 aufwartet, liefert Electronic Arts mit der neuen Frostbite-Engine durchaus passable Ergebnisse. Bekannt ist die Frostbite-Engine unter anderem aus „Battlefield 4“, wo sie sich für die Berechnung der Kriegsschauplätze verantwortlich zeichnet. In „FIFA 17“ zeigt sich ihr Einfluss hingegen etwa in realistischer anmutenden Flutlichtern, glaubhafteren Animationen und Gesichtern oder jenen kleinen Kondenswölkchen, die die Spieler bei Kälte in die Luft pusten. Vor allen Dingen ist die Engine aber eine richtige Stimmungskanone. Wenn dichter Nebel auf den tobenden Tribünen liegt, sich dünne Regenfähnchen zur aufgeheizten Luft gesellen und die Fans im Chor trällern, verstummen die letzten Kritiker.

Wünschenswerte Neuerungen | Anleihen bei 2K Sports zu machen genügt nicht

An sich ist es löblich, dass sich „FIFA 17“ an der Basketballserie von 2K Sports orientiert. Immerhin gilt sie als Benchmark in Sachen Storytelling. Während aber die Basketballsimulation durch toll inszenierte Dialogszenen und starke Atmosphäre punktet, nehmen die unzähligen Trainingseinheiten „FIFA 17“ den Schwung aus dem Spiel. Natürlich verbessert ein höheres Trainingspensum die Chancen auf einen Stammplatz in der Premier League, zu viel des Guten stört auf Dauer aber den Spielfluss und nervt.

Ein weiter Weg zur überlegenen Ballphysik

Auf große Gameplay-Änderungen haben FIFA-Fans vergeblich gehofft. Mehr als Feintuning hat EA SPORTS nicht betrieben. Mit einem besseren Grätschen oder einem gelungenen Tackling ist es allerdings nicht getan. Vor allen Dingen ähneln sich freilich alle Teams im Spielstil. Letzendlich läuft alles auf den Ballbesitz und den Angriff über die Flügel hinaus. „Pro Evolution Soccer 2017“, der direkte Konkurrent von „FIFA 17“, hat in puncto Taktik um einiges mehr zu bieten. Die Spiele werden weniger über die Ballbeherrschung im Mittelfeld als vielmehr über die taktischen Vorgaben der Nutzer entschieden. Diese bestimmen, ob ihre Mannschaft presst, über die Mitte oder die Flügel angreift, Tiki Taka spielt oder der Offensive mehr Raum billigt. Mehr bräuchte es nicht, um den Nachfolger von „FIFA 17“ zur unübertroffenen Nummer eins in Sachen Fußballsimulation zu machen.

Stardew Valley

PS4 und Xbox One bekommen Retail-Versionen

Auf dem PC schlug das von Harvest Moon inspirierte Stardew Valley ziemlich hohe Wellen. Rund 1 Millionen ging das Farming-Adventure über die virtuelle Ladentheke. Seit Kurzem ist der Titel auch für PS4 und Xbox One erhältlich – allerdings nur digital. Dies ändert sich bald. Denn Stardew Valley wird für die beiden Konsolen als Retail-Version erneut veröffentlicht. Knapp 30 Euro werdet ihr für die Disc-Version blechen müssen. Was für zusätzliche Inhalte dabei sind, ist nicht bekannt. Dafür gibt es einen neuen Trailer, der leider nicht verrät, wann die Disc-Versionen erhältlich sein werden.

Entwickler: Eric Barone | System(e): PC, PS4, Xbox One | VÖ: erhältlich [digital], tba [Disc]