
Im dritten und letzten Teil der großen Western-Games Historie dreht sich ein weiteres Mal alles um fiese Gangster, flinke Helden, knallharte Schießereien und sagenumwobene Schätze. Nach dem Klick taucht ihr in die wunderbare Welt des Wilden Westens ein.
Ein letztes Mal schwingen sich TrueGamer und Casinospiele.de (weitere Informationen rund um die Welt der online Casinos findet ihr hier) in den Sattel und machen die Weiten der Wild West-Games unsicher. Diesmal dreht sich alles um die Next-Gen-Konsolen sowie ausgewählte PC-Titel. Freut euch auf glorreiche Spiele wie The Westerner 2, Call of Juarez: Bound in Blood und natürlich Red Dead Redemption.
Desperados 2: Cooper’s Revenge (Spellbound Entertainment, 2006, PC)
Fünf Jahre nach dem erfolgreichen Vorgänger kehrt John Cooper zurück auf die Bildschirme dieser Welt. Diesmal geht es um etwas Persönliches. Johns Bruder wurde ermordet. Das kann der Kopfgeldjäger natürlich nicht auf sich sitzen lassen und begibt sich auf die Suche, um die Mörder zur Strecke zu bringen. Seine ehemaligen Freunde sind selbstverständlich auch wieder von der Partie. Wie es der Zufall so will, muss John sie aber erst aus allerlei misslichen Situationen befreien. Kenner des Vorgängers durfte das mehr als bekannt vorkommen. Vom Spielprinzip schlägt Desperados 2 in dieselbe Kerbe wie Teil 1. Will heißen, ihr müsst mit eurer Truppe möglichst unentdeckt durch feindliche Gebiete schleichen und unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Neu ist diese Ego-Perspektive, durch die die Schießereien besser funktionieren. Sollte jetzt jemand Angst bekommen, Desperados 2 würde zu einer Ballerorgie verkommen, kann aufatmen. Zwar gibt es ein paar reine Actionsequenzen, der strategische Part überwiegt aber deutlich. Ebenfalls neu ist der Indianer Hawkeye, der die hübsche Asiatin Mia Yung ersetzt. Ein großes Problem bei Desperados 2 ist der gesalzene Schwierigkeitsgrad. Das liegt aber nicht an der KI eurer Gegner – die sind dumm wie eine Dose Bohnen – sondern vielmehr an unfairen Stellen und Steuerungsproblemen. Im Gegensatz zum grandiosen Vorgänger fällt Teil 2 deutlich ab. Trotzdem versprüht der Titel viel Western-Flair und ist für Strategie-Fans auch heute noch empfehlenswert.
Call of Juarez (Techland, 2006 PC, 2007 Xbox 360)
Die Legende des verschollenen Goldschatzes von Juarez geht auf die Zeiten von Hernán Cortés zurück. Man sagt, es handle sich dabei um das Lösegeld für Montezuma II., der von den Spaniern in der großen Aztekenhauptstadt Tenochtitlán als Geisel genommen wurde. Nach der Plünderung der Stadt ist der Schatz spurlos verschwunden und man vermutet, dass er in der Nähe der Grenzstadt Juarez vergraben wurde. Die Legende besagt, dass der aztekische Sonnengott Huitzilopochtli den Schatz mit einem Fluch belegt hat und dass alle, die diesen Schatz an sich reißen wollen, verrückt werden und schließlich ins Verderben stürzen. Dieser Fluch wird von den Einheimischen Call of Juarez genannt“. Mit diesen Worten beginnt der atmosphärische Ego-Shooter Call of Juarez. Der Titel stammt von dem polnischen Entwickler Techland und erschien im Jahre 2006 für PC bzw. 2007 für Xbox 360. Das Besondere an dem Spiel ist, dass ihr abwechselnd in die Rolle von Billy die Kerze und Ray McCall schlüpft. Während Billy eher unauffällig vorgehen muss, ist Ray fürs Grobe zuständig und das obwohl der ehemalige Outlaw nun das Wort des Herren verkündet. Die gut eingebettete Geschichte nimmt ihren Lauf, als der Taugenichts Billy auf die Farm seiner Mutter zurückkehrt. Leider hat die gerade Besuch von ein paar Gangstern, die nichts anders zu tun haben, als die Hölle auf Erden zu verbreiten und Billys Mutter samt dem Bruder von Ray zu erschießen. Geschockt flüchtet der Junge in die Wälder. Leider wurde er auf der Farm gesehen und wird nun verdächtig, der Mörder zu sein. Voller Wut macht sich Reverend Ray auf die Suche nach Billy und das Katz- und Mausspiel beginnt. Auf eurer Flucht bzw. Jagd durchstreift ihr malerische Wälder, schlagt euch durch eine finstere Mine und macht allerlei Städte unsicher. Zwar sieht man dem Titel sein Alter an, Spaß macht der Ego-Shooter aber immer noch.
Helldorado (Spellbound Entertainment, 2007, PC)
Helldorado ist der dritte Teil der Desperados-Reihe und war eigentlich als Add-on für Teil 2 – siehe weiter oben Desperados 2 – geplant. Da es aber Unstimmigkeiten zwischen Spellbound und Atari gab, wurde der Titel 2007 über dtp Entertainment als eigenständiges Spiel veröffentlicht. Da es nach den Streitigkeiten zum Bruch zwischen Spellbound und Atari kam und die Namensrechte bei Atari blieben, musste ein neuer Name her. Und so wurde aus dem ehemaligen Desperados nun Helldorado. Am eigentlichen Spielprinzip änderte sich aber nichts. Die Geschichte schließt direkt an Teil 2 an. Doc McCoy wird von Mrs. Goodman, der Witwe des Endgegners aus Desperados 2, entführt und bekommt ein schleichendes Gift injiziert. Nun liegt es an euch, in der Rolle von John Cooper, das Leben eures Freundes zu retten, in dem ihr für die Witwe allerlei Aufträge erfüllt. Dass natürlich noch mehr hinter Sache steckt, wird euch gegen Ende des Abenteuers bewusst. So steht nichts Geringeres als das Leben des Präsidenten der Vereinigten Staaten auf dem Spiel. Im Gegensatz zum direkten Vorgänger bügelt Helldorado einige Unzugänglichkeiten im Gameplay aus. So ist der Schwierigkeitsgrad ausgewogener, die Bedienung durchdachter und auch die KI der Bösewichte überzeugt nun endlich. Auch lobenswert ist, dass Helldorado in Sachen Missionslösung viel freier ausgelegt ist als die Vorgänger. Ihr habt immer mehrere Optionen, wie ihr ein bestimmtes Ziel erreichen wollt, die sich zum einen aus der Umgebung ergeben, aber auch den Fähigkeiten der Westernhelden entspringen. Enttäuschend ist dagegen die etwas verwaschene Grafik. Dafür punktet der Titel mit einem atmosphärischen Soundtrack und sorgt so für authentisches Westernfeeling.
Wild West Guns (Gameloft, 2008, WiiWare)
Wild West Guns wurde von dem Handygame-Experten Gameloft entwickelt und erschien 2008 für WiiWare und ein Jahr später für iPhone. Der Titel ist ein typischer Lightgun-Shooter und ist perfekt für eine Runde zwischendurch geeignet. Insgesamt gibt es sechs Welten mit je drei Levels. So ballert ihr vor einer Westernstadtkulisse auf Gangster, knallt Luftballons auf einer Farm ab, beschützt Hasen vor gierigen Geiern in der Wüste, zerlegt einen Saloon in seine Einzelteile oder haltet Banditen davor ab, einen Zug zu überfallen. Grafisch ist der Titel solide gemacht und in Kombination mit dem gelungenen Soundtrack kommt richtige Westernatmosphäre auf. Besonders gelungen ist, dass ihr in den Umgebungen immer wieder neue Sachen entdeckt, die ihr zerstören könnt. Um möglichst viele Punkte zu erhaschen, dürft ihr keines der Ziele verfehlen, ansonsten fängt euer Kombozähler wieder bei null an. Habt ihr die insgesamt 18 Stufen beendet, schaltet ihr einen höheren Schwierigkeitsgrad frei und versucht euch erneut an den lustigen Schießereien. Wer einen Kumpel zu Hause hat, kann auch zu zweit auf Gangsterjagd gehen. Wild West Guns ist zwar kein Meilenstein im Lightgun Shooter-Genre, Fans solcher Titel kommen aber auf ihre Kosten.
The Westerner 2 – Fenimore Fillmore’s Revenge (Revistronic, 2009, PC)
Der schusselige Fenimore Fillmore meldet sich mit seinem dritten Abenteuer zurück und wer hätte es gedacht, auch diesmal ist es ein reinrassiges Adventure. The Westerner 2 schließt direkt an das Ende des Vorgängers an. Fenimore reitet mit seiner geliebten Rhiannon gen Sonnenuntergang. Doch anstatt seine Angebetete nun endlich für sich alleine zu haben, überschlagen sich die Ereignisse. Die beiden finden mitten in der Wüste einen sterbenden Mann – ja, Kenner der Reihe fühlen sich sofort an 3 Skulls of the Toltecs erinnert – und wie es sich für ein richtiges Heldenpärchen gehört, kümmern sich die beiden um den Hilflosen. Während Fenimore sich auf die Suche nach Wasser begibt, pflegt Rhiannon den Verletzten. Dieser zeigt prompt seine Dankbarkeit, indem er der hübschen Westernbraut das Versteck eines Schatzes verrät – ja, auch hier kommen sofort Erinnerungen an Feni’s erstes Abenteuer auf. Trotz aller Bemühungen gibt der verletzte Mann schlussendlich doch den Löffel ab. Doch damit nicht genug. Eine Horde Gangster kommt vorbei, schießt den zurückgekehrten Fenimore nieder und entführt die geschockte Rhiannon. Nun schlüpft ihr abwechselnd in die Rolle die beiden Zwangsgetrennten. Steuert ihr die ehemalige Lehrerin, müsst ihr euren Entführern entkommen und euren Geliebten finden. Umgekehrt hat Fenimore natürlich dasselbe Ziel. Zusätzlich steht auch noch der Schatz auf dem Programm. The Westerner 2 lebt von seinem gelungenen Western-Flair und den durchdachten Aufgaben und Dialogen. Vergleicht man den Teil aber mit seinem Vorgänger, zieht Fenimore in seinem dritten Abenteuer den Kürzeren. Fans des Cowboys vermissen den Humor der Vorgänger. Trotzdem kommen Adventure-Anhänger auf ihre Kosten.
Call of Juarez: Bound in Blood (Techland, 2009, PS3, Xbox 360, PC)
Eigentlich ist Bound in Blood nicht der zweite Teil der Ego-Shooter-Reihe, sondern vielmehr ein Prequel. Der Titel erzählt die Vorgeschichte zu Call of Juarez und was den damaligen Revolverhelden Ray – einer der Hauptcharaktere aus Teil 1 – dazu trieb, seine Pistolen gegen die Bibel zu tauschen. Anstatt Billy, der im übrigen noch nicht lebt, stehen Ray seine zwei Brüder Thomas und William zur Seite. Die Geschichte beginnt zurzeit des amerikanischen Sezessionskrieges. Die Gebrüder Ray und Thomas McCall haben die Schnauze voll und desertieren. Zusammen reiten sie zur Farm ihrer Eltern um ein ruhiges Leben zu führen. Doch erstens kommt im Leben immer alles anders und zweitens als man denkt. Als die beiden auf der Farm ankommen, wartet schon die Armee vor der Tür. Dieser hat es natürlich gar nicht gefallen, dass die Brüder geflohen sind. Ein wilder Kampf entflammt, an dessen Ende die Mutter der beiden stirbt. Glück im Unglück hatte der jüngste McCall-Sprössling Thomas, er überlebte die Schießerei. Ein Jahr nach diesen Geschehnissen geht die Geschichte weiter. Neben den Rachegelüsten der Brüder kommt auch die Liebe nicht zu kurz und der sagenumwobene Schatz von Juarez spielt selbstverständlich eine tragende Rolle. Techland ist es mit Bound in Blood gelungen, den schon sehr guten Vorgänger in allen Belangen zu toppen. Die Grafik ist erstklassig, die Szenarien abwechslungsreich und der Multiplayer-Modus eine Spielspaßgranate. Neben linearen Levels gibt es auch zwei Open World-Abschnitte, in denen ihr zahlreiche Nebenmission abschließen könnt. Für Fans des Genres führt kein Weg an Bound in Blood vorbei und für Besitzer des Vorgängers lohnt sich der Titel allein schon wegen der gelungenen Verknüpfung der beiden Handlungsstränge.
Red Dead Redemption (Rockstar San Diego, 2010, PS3, Xbox 360)
Selten wurde ein Spiel so sehr herbeigesehnt wie Red Dead Redemption, der offizielle Nachfolger zu Red Dead Revolver. Im Mai diesen Jahres war es dann endlich soweit, Rockstar Games San Diego veröffentlichte das Wild West-GTA für PS3 und Xbox 360. In der Rolle von John Marston erkundet ihr Anfang des 20. Jahrhunderts das Grenzgebiet zwischen Amerika und Mexiko, um eure Familie aus den Klauen der amerikanischen Behörde „Bureau“ zu befreien. Damit euch das gelingt, müsst ihr eure ehemaligen Gangmitglieder zur Strecke bringen. Was sich nach einer eher banalen Geschichte anhört, entwickelt sich in den gut 30 Stunden Spielzeit zu einer famosen Westernstory, die wirklich alle Klischees bedient. Ihr helft Farmern bei ihrer täglichen Arbeit, versucht euch als Kopfgeldjäger, fangt Pferde ein, bereitet eine mexikanische Revolution vor, rettet hilflose Damen vor betrunkenen Schurken, trefft skurrile Gestalten, wie einen vom Goldfieber besessenen Leichenschänder, einen stets angeheiterten Wundermittelverkäufer oder einen heroinabhängigen Völkerkundler. Neben der eigentlichen Handlung gibt es in dem riesigen Gebiet allerhand Nebenbeschäftigungen zu entdecken. Macht Jagd auf Tiere, pflückt Pflanzen, besucht das Kino, versucht euer Glück bei einer Partie Poker, Black Jack oder Würfel Poker, tretet beim Hufeisenwerfen an oder kauft euch neue Immobilien. Ihr seht, die Welt von Red Dead Redemption ist ein riesiger Spielplatz, der nur darauf wartet von euch erkundet zu werden. Dazu gesellt sich ein grandioser Mehrspielermodus und kürzlich ist mit Undead Nightmare die erste Singleplayer-Erweiterung erschienen, die euch nochmals mehrere Stunden vor dem Bildschirm fesseln wird. Wer sich dieses Meisterwerk entgehen lässt, ist wirklich nicht mehr zu retten.
Lead and Gold: Gangs of the Wild West (Paradox Entertainment, 2010, PC/PS3/Xbox 360)
Sag niemals nie! Eigentlich stand es um den reinen Multiplayer-Shooter Lead and Gold nicht gerade gut. Die Entwickler gehörten zu dem ehemaligen schwedischen Studio Grin – haben unter anderem die Filmumsetzung Wanted auf Konsole gebracht – und zeichneten sich für das schwache Terminator: Salvation verantwortlich. Danach musste das Studio bekanntlich seine Pforten schließen. Doch eine Gruppe – die Entwickler von Lead and Gold – strotzten dieser Entscheidung und gründeten einfach ein neues Studio, um den gelungenen Wild West-Shooter doch noch zu veröffentlichen. Am besten lässt sich der Titel als eine Art Team Fortress im Wilden Westen beschreiben. Ihr wählt eine von vier Klassen aus und schon kann der Spaß losgehen. Zur Verfügung stehen der Revolverheld, der sich perfekt für den Nahkampf eignet, die Trapperin, die am liebsten aus der Distanz angreift, der Hilfssheriff, der sich mit seinem Repetiergewehr für die goldene Mitte entschieden hat und last but not least der Sprengmeister, der nie ohne eine Ladung Dynamit aus dem Haus geht. Neben traditionellen Spielmodi wie Deathmatch oder Eroberung gibt es einige Varianten, die geschickt das Western-Setting einbinden. So müsst ihr bei Raubüberfall einen Tresor samt Goldschatz verteidigen, während eure Gegenspieler versuchen per Dynamit den Tresor in die Luft zusprengen. Die abwechslungsreichen Karten reichen von Westernstädten bis hin zu malerischen Prärielandschaften und sind mit allerlei Finessen gespickt. Lead and Gold hat zwar seine Macken, so könnt ihr eure Figur nicht permanent aufleveln, sondern fangt bei jedem Match neu an, dafür ist der Preis mit 15 Euro unschlagbar günstig. Multiplayer-Fans sollten auf jeden Fall einen Blick riskieren.
Damit endet die dreiteilige Serie „Die große Western-Games Historie“, die in Zusammenarbeit mit der online Casino-Seite Casinospielen.de entstanden ist. Wir hoffen ihr hattet viel Spaß und konntet das eine oder andere Spiel entdecken, dass eure Neugier auf mehr angeregt hat. Zum Abschluss stimmen wir noch ein kleines Liedchen an, dass niemand Geringeres als der Cowboy der schneller als sein Schatten zieht, jedes Mal am Ende seiner Abenteuer zum Besten gibt: „I’m a poor lonesome Cowboy and a long way from home…“
Wer die beiden anderen Teile der großen Western-Games Historie verpasst hat, bekommt hier die Möglichkeit, dies nachzuholen:
- Die große Western-Games Historie Teil 1 – die Anfänge
- Die große Western-Games Historie Teil 2 – schön war die Zeit



















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