Girl Fight im TrueGamer-Test

Kennt noch jemand Micropose, die Entwicklerschmiede, die 1982 von Sid Meier gegründet wurde? Ja? Gut, denn das Unternehmen ist wieder da. Nicht wie Alf in Porkform, sondern als Publisher des Beat’em Ups Girl Fight. Ob die Mädels einen Blick wert sind, verrät unser Test.

 
Girl Fight

Schon nach einer Minute wird klar, welche Zielgruppe Girl Fight ansprechen soll: Männer! Denn bei dem Beat’em Up ist der Name Programm. Klischeebehaftete Mädels, die nur so vor sexuellen Reizen strotzen, hauen sich ordentlich auf die Mütze oder besser gesagt, auf’s Dekolleté. Sex sells, das gilt in der Welt der Videospiele eben auch. Doch ihr solltet den Download-Titel, der für PS3 und Xbox 360 erhältlich ist, nicht nur auf seine aufreizenden Kämpferinnen reduzieren. Girl Fight mag zwar kein innovatives Spiel sein, Spaß macht es trotzdem.
 
Die Hintergrundstory um eine ominöse Organisation namens The Foundation gehört zur Kategorie: „Wir müssen halt irgendein Storygerüst einbauen“. Während ihr also die Geschichte getrost vergessen könnt, geht im Ring ordentlich die Post ab. Die Damen lassen sich präzise Steuern, haben genügend Kombos in petto und – zugegeben – sehen ganz schick aus. Ob Militärliebhaberin Warchild, Kriegerin Shogun oder sexy Blondinchen Daisy, die Mädels gehen nicht zimperlich mit sich um. Schläge, Tritte und Würfe, die ihr munter kombinieren könnt, gehören zum Standardrepertoire. Soweit, so bekannt. Ein wenig Strategie bringen die sogenannten Psi Moves ins Spiel. Das sind spezielle Ausrüstungsgegenstände, von denen ihr jeweils zwei vor Kampfbeginn anlegen könnt. Per Schultertasten aktiviert ihr diese und freut euch u.a. über neue Energie oder das eure Kämpferin von einem Stahlmantel überzogen wird und dadurch mehr Schläge aushält.
 
Girl Fight

Für fast jede Aktion bekommt ihr Punkte gutgeschrieben. Von diesen kauft ihr euch neue Psi Moves, Kostüme oder Artworks sowie Biografien der Mädels. Bis ihr alles freigeschaltet habt, vergehen schon ein paar Stunden. Bei den Spielmodi erwarten euch die üblichen Verdächtigen. Einzig der Storymodus fällt etwas aus dem Rahmen, da ihr dort die Kämpferinnen nicht frei wählen könnt, sondern sie erst nach und nach erspielen müsst. Grafisch sieht Girl Fight ganz gut aus. Die Arenen sind zwar nicht interaktiv, sprich, ihr könnt euch nicht durch Banden schlagen, dafür sind sie abwechslungsreich gestaltet. Selbiges gilt für Damen selbst. Die Charaktermodelle sehen ganz schick aus, ein paar mehr Animationen hätten es aber schon sein dürfen.
 
Im Grunde macht Girl Fight also nichts falsch, nur eben nichts neu. Beat’em Up-Fans sollten sich den Titel auf jeden Fall anschauen, alle anderen müssen überlegen, ob sie ein sexy Prügelspiel ihr Eigen nennen wollen. Uns hat Girl Fight gerade im Versusmodus gut gefallen und darauf kommt es bei einem Beat’em Up ja auch an.

 

TrueGamer-Bewertung:

7/10

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