GamesCom 2011

TrueGamer auf der beliebten Messe

Für Zocker ist es immer wieder ein Erlebnis – die GamesCom.  Egal, ob in Leipzig oder, wie in den letzten beiden Jahren in Köln. Die GamesCom ist Europas größte Videospielmesse und auch in diesem Jahr wurde sie diesem Ruf wieder gerecht. Der Andrang war sogar so groß, dass am Samstag die Tageskassen geschlossen wurden und nur noch Zocker mit vorbestellten Karten reingekommen sind. TrueGamer hatte zum Glück keine Probleme – hoch lebe der Presseausweis! Zudem waren wir in diesem Jahr das erste Mal mit tatkräftiger Unterstützung unterwegs. Wir ließen es uns nicht nehmen und verteilten fleißig TrueGamer-Flyer und zwei eigene !Messebabes! waren auch dabei. Doch wie war es denn nun auf der GamesCom 2011? Ganz ehrlich, unsere Gefühle sind gemischter Natur. Klar, es wurde wieder ein riesen TamTam veranstaltet, mit allem, was dazugehört. Die Hersteller überboten sich mit kolossalen Messeständen, Bildschirme flimmerten um die Wette, Messebabes luden zum erstaunten Glotzen ein, Cosplayer standen Pate für das ein oder andere Bild, Moderatoren brüllten um die Wette, Flyer, Zeitschriften und andere Goodies bedeckten den Boden der Hallen und auch die ein oder andere Berühmtheit – wir konnten Marios Synchronstimme live erleben – ließ sich Blicken. Eben der alltägliche Messewahnsinn. Was den Flair angeht, ist die GamesCom einfach unschlagbar. Doch was steckt hinter der glitzernden Fassade?

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Unserer Meinung nach viel zu viel Casual und Mainstream. Es ist ja schön, dass Sony und Microsoft mit Move bzw. Kinect viel Kohle verdienen, doch müssen deshalb gefühlte 80% der Spiele irgendwelche Minispielsammlungen, Tanzschrott – Entschuldigung, es sieht einfach zu lustig aus, wenn sich eine Horde, nennen wir sie mal „Menschen-die-sich-sonst-nicht-so-viel-bewegen-und-Videospiele-erst-seit-Nintendos-Wii-kennen“ an Dance Central 2 versuchen und sich dabei einen Abhampeln – oder Games sind, die eigentlich nur eine Daseinsberechtigung haben, wegen der integrierten Bewegungssteuerung? TrueGamer sagt NEIN. Zwar gab es auch am Sony- oder Microsoft-Stand „richtige“ Games zu bewundern, unter anderem Uncharted 3, Gears of War 3 oder Halo Anniversary Edition, doch da kommen wir schon zum nächsten Problem. Meistens werden diese Spiele nur in abgeschlossenen Lokalitäten vorgeführt. Und wie kommt der geneigte Zocker da rein? Genau, er muss sich stundenlang in eine Schlange stellen und warten und warten und warten. Nach ca. 3 Stunden ist es dann soweit. Man kann das Spiel seiner Träume endlich antesten – für ganze 10-15 Minuten und dann geht die Warterei von vorne los.  Sehr Schade. Da machen sich die meisten Hersteller die Mühe und bauen wahre Erlebnisstände auf, zeigen dann aber öffentlich nur Games, die „eher nicht so spannend“ sind. Löbliche Ausnahme waren Nintendo, Capcom, Sega und Ubisoft. An diesen Ständen konnten, bis auf ganz wenige Ausnahmen, alle großen Titel direkt am Stand angezockt werden, ohne sich vorher stundenlang in eine Schlange zu stellen. Das hat auch den Vorteil, dass man wenigsten dem fröhlichen Zocker über die Schulter schauen und so den Titel begutachten kann – was in den abgeschlossenen Lokalitäten nun mal nicht möglich ist. Doch nun genug gejammert. Auch wir hatten eine Menge Spaß auf der GamesCom und haben den ein oder anderen Titel unter die Lupe genommen:

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  1. Mario und Sonic bei Olympischen Spiel: London 2012 – auch Teil drei wird wieder für gesellige Stunden sorgen.
  2. Sonic Generations –  na endlich, der Igel bekommt ein richtig gutes Spiel.
  3. Super Mario 3DS – kaum neue Ideen, aber der 3D-Effekt ist geil und der Waschbär-Anzug feiert sein Comeback.
  4. Zelda: The Skyward Sword – Links nächstes Abenteuer verspricht ein Meilenstein zu werden.
  5. Rayman Origins – das wohl schönste 2D-Spiel seit Langem, mit abwechslungsreichen Gameplay.
  6. Ratchet & Clank: All 4 One – naja, ein neuer Jump’n Run-Teil wäre uns lieber gewesen.
  7. Dragons Dogma – wenn Capcom noch ein wenig an der Technik feilt, erwartet uns ein geniales Action-RPG.
  8. Naruto Shippuden Ultimate Ninja Storm Generation – für Naruto-Fans ein Muss, allein schon wegen der Möglichkeit mit dem „alten“  Naruto gegen den „neuen“ Naruto fighten zu können.
  9. Assassin’s Creed Revelation – Ezio wie er leibt und lebt. Danach muss aber Teil 3 mit einigen Neuerungen kommen, sonst könnte es irgendwann langweilig werden.
  10. Uncharted 3 – wir lieben dich Nathan und du bist und bleibst der Beste.

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Neben den Games-Ständen war ein Besuch am Return-Stand unumgänglich. Unzählige Retrokonsolen luden zum Zocken ein und Vitrinen mit allerlei Schätzen aus knapp 30 Jahren Videospiel-Geschichte versetzten Besucher ins Schwärmen. Eindeutiges Highlight war aber ein Nachbau des ersten Videospiels der Welt. So konnte man tatsächlich eine Runde Tennis for Two zocken – einfach genial.

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So, was gabs noch zu bestaunen? Richtig, Messebabes und natürlich nicht zu vergessen, die unzähligen Cosplayer, die mal sexy, mal gruselig verkleidet waren und mit gruselig meinen wir jetzt nicht das Aussehen im Allgemeinen, sondern die Verkleidung. Es gab alles, was das Herz begehrt. Blondinen in roten Hotpants, Blondinen in blauen Hotpants, Blondinen ohne Hotpants – kleiner Scherz -, schwarzhaarige Schönheiten in Lederanzügen, asiatische Babes in Kimonos, ja selbst Cathrine war persönlich da und das sogar in doppelter Ausführung. Dazu kamen sexy Cosplayerinnen – die meisten sind halt nun mal Mädels – aus Animes, Videospielen oder Filmen – und äh, haben wir schon die Hotpants erwähnt? Also, was dieses Thema angeht, waren wohl nicht nur wir zufrieden. Zu gucken gabs genug und was sollen wir sagen, Sex sells, das gilt auch für die Videospielbranche. Abschließend können wir festhalten, dass auch die GamesCom 2011 ein voller Erfolg war. Was wir anfangs negativ angekreidet haben, ist zwar nicht so schön, doch die Hoffnung stirbt zuletzt und vielleicht ändert sich dieser Trend ja zur GamesCom 2012. Wir freuen uns jedenfalls drauf und in diesem Sinne: Bis zum nächsten Jahr Köln, wir können es kaum erwarten wieder in den heiligen Hallen umherzuwandern und uns Hotpants anzuschauen.

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