TG-Review

Darkout - Im Weltall hört dich niemand schreien

Darkout schlägt in die Minecraft-Kerbe oder besser gesagt in die Terraria-Kerbe, was ja im Grunde Minecraft in 2D ist. Doch anstatt auf einen knuffigen Comic-Look zu setzen, erlebt ihr in Darkout ein waschechtes SciFi-Abenteuer. Aus der Seitenansicht erkundet ihr eine fremde Welt, die entfernt an James Camerons „Avatar“ erinnert. Eure Aufgabe: Überleben! Dazu könnt ihr allerhand Dinge anstellen. Fällt Bäume, grabt Löcher, baut Steine ab und stellt aus den Materialien neue Gegenstände her. Nicht zu vergessen, auch eine Basis will gebaut werden. Irgendwo muss euer Avatar – konnte ich mir jetzt nicht verkneifen – ja unterkommen. Haust ihr anfangs noch in einer Hütte aus Holz und Dreck, wird euer Unterschlupf im Laufe der Zeit immer futuristischer, bis ihr irgendwann in einer Station aus Metall samt elektrischer Beleuchtung wohnt.

Wie bei Minecraft und Co. üblich, liegt der Fokus von Darkout auf dem Entwickeln immer neuer Items, die euch den Alltag erheblich vereinfachen. Baut Lasergewehre, Schwerter, Anzüge, die die  darkout_reviewTrueGamer.de_2Dunkelheit erleuchten, oder Stromgeneratoren. Vorausgesetzt ihr habt die passenden Materialien. Doch Vorsicht, garstige Monster wollen euch diese vor der Nase wegschnappen. Damit ihr die Monster endgültig in ihre Einzelteile zerlegen könnt, benötigt ihr neben einer Waffe vor allem eines: Licht! Per Licht schwächt ihr die Gegner und könnt ihnen so schneller den Todesstoß versetzen. Klingt ein bisschen wie Alan Wake, bloß sind die Kämpfe in Darkout deutlich fordernder. Gerade die Endgegner sind nicht ohne und verlangen Übung und Taktik. Zum Glück spielt die Steuerung mit. Diese reagiert präzise und lässt euch auch in brenzligen Situationen nicht im Stich.

Dies mag auch daran liegen, dass sie sich nicht sonderlich von der Konkurrenz unterscheidet. Einziger Unterschied: Die zweiteilige Aktionsleiste. Oben findet ihr die Gegenstände, die mit der linken Maustaste benutzt werden, unten die für die rechte. Besonders hilfreich ist das erste Feld der Aktionsleiste. Habt ihr dies ausgewählt, habt ihr immer das passende Werkzeug auf der linken Maustaste liegen. Sprich, wollt ihr Dreck beseitigen, habt ihr automatisch die Schaufel in der Hand. Bei Erze die Spitzhacke. Etwas ärgerlich ist allerdings, dass ihr, um etwas herzustellen, immer erst das gewünschte Objekt erforschen müsst. Wäre ja kein Problem, doch auch das Erforschen benötigt Ressourcen. Somit müsst ihr für einen Gegenstand zumindest anfangs doppelt blechen.

Darkout entfaltet nach einigen Stunden eine richtige Sogwirkung. Habt ihr alles verinnerlicht, seid ihr schneller in dem Rad aus Suchen, Abbauen und Entwickeln gefangen, als ihr Darkout sagen könnt. Erhältlich ist der Titel per Steam für PC und kostet 12 Euro. Ausgehungerte Fans von Minecraft, Terraria und Co. können problemlos zuschlagen. Alle, die schon vorher mit dieser Art von Spiel nichts anfangen konnten, werden ihre Meinung durch Darkout jedoch nicht ändern.

 

TrueGamer-Wertung:
Darkout_Reviewkasten_TrueGamer.de

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